Private Krankenversicherung wechseln

Jährlich wechseln Versicherte Ihre Krankenkasse. Meist wechseln sie von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung. Die Gründe sind vielfältig, der Hauptgrund für einen Wechsel in die private Krankenversicherung dürften die geringeren Beitrage zu Beginn der Mitgliedschaft sein. Besonders junge Männer und Frauen, die ein hohes Einkommen haben und gesund sind, sind im Vorteil, wenn sie von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln.

Wie viel Sie tatsächlich sparen und welche Beiträge Ihr Tarif kosten wird, zeigt Ihnen ein Tarifrechner für private Krankenversicherungen.

Wechsel in die private Krankenversicherung nur unter bestimmten Voraussetzungen

Nicht jeder kann in die private Krankenversicherung wechseln. Als Angestellter müssen Sie mindestens ein Jahr lang ein Einkommen von 52.200 Euro brutto pro Jahr (4.350 Euro monatlich) vorweisen. Auch für selbständige Gärtner und Landwirte sowie Künstler und Publizisten gilt diese Einkommensgrenze. Freiberufler (Rechtsanwälte), Selbständige (Handwerker) und Beamte können unabhängig vom Einkommen in die private Krankenversicherung wechseln.

Vor dem Wechsel müssen Sie sich einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Private Krankenkassen handeln wirtschaftlich, daher werden Ihre Beiträge auch nach Ihrem Gesundheitsrisiko berechnet. Neben Ihrem Alter kommt es auch auf Vorerkrankungen an. Die privaten Krankenkassen können sich ihre Mitglieder durchaus aussuchen.

Wie Sie in die private Krankenversicherung wechseln

Haben Sie sich für einen Wechsel entschieden, sollten Sie mit einem Vergleichsrechner Ihre passende private Krankenversicherungen finden. Ihre Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung müssen Sie kündigen. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate. Die Kündigung ist erst wirksam, wenn Sie Ihre Mitgliedschaft in einer privaten Krankenversicherung nachweisen. Dafür müssen Sie einen Antrag bei der privaten Krankenkasse stellen, bei der Sie sich versichern möchten.

Verläuft die Untersuchung zu Ihren Gunsten, erhalten Sie eine Aufnahmebestätigung, die Sie Ihrer gesetzlichen Krankenkasse vorlegen müssen. Erst danach dürfen Sie in die private Krankenversicherung wechseln.

Weshalb sich ein Wechsel in die private Krankenversicherung lohnt

Wer in die private Krankenversicherung wechselt, zahlt als gesunder junger Mensch mit hohem Einkommen tatsächlich weniger Beiträge als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Anders als diese ist die private Krankenversicherung nicht abhängig von der Höhe des Einkommens. Wer kaum krank ist und selten zum Arzt geht, kann einen Tarif wählen mit geringen Leistungen, um die Monatsbeiträge möglichst niedrig zu halten. Beamte profitieren zudem von der Beihilfe des Dienstherrn zur Krankenversicherung, auch als Pensionäre.

In den ersten Jahren der Mitgliedschaft sprechen nicht nur die geringen Beiträge für einen Wechsel in die private Krankenversicherung. Sie erhalten auch mehr Leistungen als in der gesetzlichen Krankenversicherung. So können Sie zum Homöopathen gehen und müssen keine Schulmediziner aufsuchen. Sie können Ihren Tarif selbst wählen und sich ein Leistungspaket schnüren, das etwa Chefarztbehandlungen und Einzelzimmer im Krankenhaus enthält oder Massagen.